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RATGEBER

KI-Kompetenz nachweisen: Dokumentation für KMU

Kein Formular, aber eine schlanke Dokumentation, die im Ernstfall weiterhilft.

Der vaiacon-Roboter mit Buch und Zeigestab

Kurz gesagt: Für den Nachweis von KI-Kompetenz gibt es kein amtliches Formular. Sinnvoll ist eine schlanke Dokumentation, die zeigt, was eingesetzt wird, wer geschult wurde und welche Regeln gelten.

Keine Rechtsberatung. Dieser Text erklärt den Stand zum 30. Oktober 2026 in einfacher Sprache und ersetzt keine Beratung durch eine Anwältin oder einen Anwalt. Wo die Rechtslage nicht abschliessend geklärt ist, steht es ausdrücklich da. Massgebend ist immer der amtliche Text auf EUR-Lex.

Was Sie dokumentieren sollten

Artikel 4 KI-VO verlangt keinen bestimmten Beleg. Aufsichts- und Fachstellen empfehlen aber, nachvollziehbar festzuhalten, wie Sie für Kompetenz sorgen. So kann Ihr Betrieb später zeigen, dass er sich bemüht hat. Die Bundesnetzagentur in Deutschland empfiehlt diese Dokumentation auf ihrer Seite zur KI-Kompetenz.

  • KI-Inventar: welche Werkzeuge, für welche Aufgaben, wer nutzt sie.
  • Rollen: wer braucht welches Mass an Kenntnissen.
  • Schulungen: Datum, Inhalte, Teilnehmende, durchführende Stelle.
  • Regeln: Ihre KI-Richtlinie mit Versionsstand.
  • Verantwortliche: wer pflegt das Ganze, wer ist Anlaufstelle.
  • Auffrischung: wann zuletzt geprüft, was geändert wurde.

Datenschutz beim Nachweis

Teilnehmerlisten enthalten Personendaten. Bewahren Sie sie nur so lange und so zugriffsgeschützt auf, wie es nötig ist (revDSG). Ausreichend ist meist Name, Rolle, Datum und Thema, keine Bewertung der Person.

Was Dokumentation nicht leistet

Papier ersetzt keine Kompetenz. Wenn die Dokumentation behauptet, was im Alltag nicht gelebt wird, hilft sie wenig. Ob Aufsichtsbehörden bei Art. 4 konkrete Belege verlangen werden, ist noch nicht abschliessend geklärt.

Vorlage als Tabelle

Die folgende Tabelle ist ein Vorschlag, den Sie in ein Tabellenblatt übernehmen können. Sie ist weder amtlich noch von einer Behörde vorgegeben.

DatumWer (Rolle)WerkzeugThema der SchulungDurchgeführt vonNächste Auffrischung
TT.MM.JJJJSachbearbeitungChatbot für TexteGrundlagen, Datenregelnintern / externMM.JJJJ
TT.MM.JJJJLeitungAlle eingesetztenRisiken, Freigabeprozessintern / externMM.JJJJ
TT.MM.JJJJNeue MitarbeitendeSiehe InventarEinführung nach EintrittinternMM.JJJJ

Das KI-Inventar in drei Spalten

Ergänzend genügt ein einfaches Inventar: Werkzeug (zum Beispiel ein Chatbot, ein Übersetzer, eine Bildfunktion), Zweck (wofür wird es genutzt) und Verantwortliche Person. Vergessen Sie nicht die KI-Funktionen, die in bestehender Software eingebaut sind, etwa in Office-Programmen oder Buchhaltungslösungen.

Ablage und Aufbewahrung

Legen Sie das Ganze an einem Ort ab, auf den die Verantwortlichen Zugriff haben, und halten Sie den Stand mit Datum fest. Bei Änderungen ersetzen Sie nichts stillschweigend, sondern ergänzen eine neue Zeile. So bleibt nachvollziehbar, was zu welchem Zeitpunkt galt. Bestimmen Sie eine Person, die die Tabelle pflegt, und eine Stellvertretung. Prüfen Sie einmal im Jahr, ob alle Werkzeuge im Inventar noch im Einsatz sind und ob neue dazugekommen sind. Ein kurzer Vermerk mit Datum genügt, wenn sich nichts geändert hat.

Häufige Irrtümer beim Nachweis

NÄCHSTER SCHRITT

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